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Völkermord
               im Verborgenen

Die Guaraní

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Die Guaraní bevölkerten lange vor der Ankunft der Europäer Südamerika. Heute werden sie vertrieben und in kleine Schutzgebiete gesteckt. Der Wald, in dem sie Nahrung und Schutz fanden, befindet sich auf sehr fruchtbarem Land und wird für Monokulturen und Viehweiden abgeholzt. Das Volk verliert seinen Lebensraum und damit seine Ernährungsgrundlage. Das Resultat: physische und psychische Gesundheitsprobleme. Selbstmorde haben stark zugenommen.

Wie alt die Kultur der Guaraní ist, darüber gibt es unterschiedliche Schätzungen. Anthropologen haben in Paraguay Felszeichnungen gefunden, die über 5000 Jahre alt sind sowie Keramiken, die aus der Zeit von 400 vor Christus stammen. Die Guaraní stammen vermutlich aus der Amazonasregion und zogen auf der Suche nach neuem Land Richtung Süden, wo sie in den fruchtbaren Ebenen fündig wurden. 

Bei der Ankunft der Europäer waren sie das grösste Volk Südamerikas. Ihr Siedlungsgebiet erstreckte sich von Brasilien, Bolivien, Paraguay und Argentinien bis nach Uruguay. Die Guaraní lebten von der Jagd, vom Fischfang und vom Sammeln von Früchten, betrieben aber auch Ackerbau und hielten Kleinvieh. Doch warum gingen sie auf Wanderschaft?  Waren sie ein Volk der Krieger, wie „guaraní“ landläufig übersetzt wird?

Deutscher Katholischer Medinenpreis 2019
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Sandra Weiss und Charlotte Eichhorn leben und recherchieren seit vielen Jahren in Lateinamerika. In ihren Reportagen tauchen sie ein in ganz andere Lebenswelten. Sie sind nah dran - und begleiten ihre Protagonist*innen zum Teil über Jahrzehnte. Daraus entstehen facettenreiche Langzeit-Beobachtungen. 

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Ihre Reportagen legen Zeugnis ab von der Modernisierung und Globalisierung Südamerikas aus Sicht der betroffenen Menschen. Die Geschichten schildern die dabei entstandenen Verwerfungen und Probleme genauso wie erfolgreichen Widerstand und originelle Alternativen. Deshalb sind sie ein ebenso eindrücklicher wie nachdenklicher Appell an unsere westliche Zivilisation.  

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