Eine neue Generation von Aktivisten

von Charlotte Eichhorn

aus

Gerónimo Ayala und Jorgelina Duarte sind zwei von vielen jungen Aktivisten, die sich heute in den vier Ländern der Guaraní-Nation engagieren.

Gerónimo Ayala

ist Mby'a-Guaraní, erster indigener Architekt,

Gründer der ersten indigenen Partei in Paraguay,

Bei den Wahlen im April 2018 kandidierte er für den Senat, hat die notwendigen 50.000 Stimmen aber knapp verpasst.

​Er wurde ausserdem als Vertreter einer neuen indigenen Aktivisten-Generation im paraguayanischen

Forum GRAMO ausgezeichnet:

"Blick in die Zukunft". 

https://www.youtube.com/watch?v=dJ7dVV5IPTU

Jorgelina Duarte

ist Mby'a-Guaraní, und Delegierte des Guaraní-Dachverbandes CCNAGUA.

Vice-Cacique (Häuptling) ihrer Gemeinde in Misiones, Argentinien.

Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Lehrerin in einer zweisprachigen Mb'ya- Guaraní Schule.

Ihr kürzlich verstorbener Großvater war einer der bekanntesten Schamanen der Mby'a-Guaraní.

Sie vermisst ihn sehr.

Interkulturell, was heisst das?

Viele Guarani haben, wie Gerónimo Ayala, Jorgelina Duarte und Mario Borges, eine westliche Ausbildung genossen. Sie finden sich einigermassen in beiden Welten zurecht.

 

Doch der Spagat fällt nicht allen leicht und stellt die Gemeinschaften vor neue Probleme.

Wann hört ein Indigener auf, indigen zu sein, wie sehr können Weiße in die indigene Welt eintauchen?

Knifflige Fragen, denen wir in diesem Video nachgegangen sind.

Mitwirkende zu weiteren Themen:

Interkulturell geht es vermehrt auch in der staatlich verordneten Gesundheitspolitik Argentiniens zu, wenn es denn die verbreitete Korruption zulässt:

 

Dra. Mariana ist nun pensioniert, hat glücklicherweise in Dr. Javier einen hervorragenden Nachfolger gefunden, der nicht nur die medizinische Versorgung der Indigenen übernimmt, sondern auch die Vermittlung zwischen Schulmedizin und traditioneller indigener Medizin.

 

Er geht einen Schritt weiter, indem er sich noch mehr mit der Mby’a Kultur, Sprache und

Lebensform beschäftigt. Neuerdings arbeitet er noch stärker mit den ausgebildeten Mby'a Gesundheitsassistenten zusammen und unterstützt die Impfkampagne einer staatlich beauftragten Gesundheitsfachfrau.

Mitwirkende zu weiteren Themen:

Interkulturell ist auch die Geschichte von dem fast verhungerten Mby'a Baby Angel, das von einer weissen Argentinierin gerettet und adoptiert wurde.

 

Jahrelang in Patagonien/Argentinien westlich erzogen, infolge dessen hin und her gerissen zwischen zwei Welten, kehrte Angel nach einigen Schwierigkeiten als 18 jähriger Teenager wieder zu seinen Wurzeln nach Misones/Argentinien  zurück. Er hat sich in ein - wie traditionell üblich - sehr junges Mby'a Mädchen verliebt und geheiratet, es geht ihm gut in seiner alten Wellt, er kann aber gleichzeitig seine weisse Erziehung auch nicht leugnen.  

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