von Charlotte Eichhorn

Zwar haben alle Staaten, in denen Guaraní heute ansässig sind, die Rechte der indigenen Bevölkerung in ihren Verfassungen verankert und garantieren auch ein Recht auf vorherige Konsultation etwa bei geplanten Großprojekten wie Staudämmen und Minen laut Artikel 169 der Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Aber in Wirklichkeit werden diese Rechte nicht garantiert. In den Behörden herrschen Rassismus und Korruption. Die Guaraní sind daher oft schutzlos, selbst sehr schwach organisiert und auf die Unterstützung und Spenden ausländischer Nicht-Regierungs-Organisationen angewiesen.

aus

 

Jugendliche Guaraní über ihre Rechte aufzuklären, das haben sich einige europäische und lokale NGO`s zur Aufgabe gemacht:

Dra. Mariana ist Teil einer Supervision, die eine Studie zum Thema überwacht. Dabei kristallisierte es sich heraus, wie wenig die weisse Bevölkerung über die Rechte der Indigenen weiss, vor allem mangelt es an der Ausbildung der Polizisten, der Staatsanwälte, der Lehrer und auch der Mediziner. In diesen Berufsparten wird die interkulturelle Situation kaum wahrgenommen und gelehrt.

 

Aber Dra. Mariana sieht, -wenn sie die Situation mit der vor 25 Jahren vergleicht, -dass in der weissen Bevölkerung das Bewusstsein der Multikulturalität dennoch gewachsen ist und die Jugendlichen,

junge Erwachsene Guaraní ihrer Rechte kennen, sich vermehrt organisieren um diese umzusetzen und einzufordern.