Eine neue Generation von politischen Aktivisten

von Charlotte Eichhorn

aus

Jorgelina Duarte und Gerónimo Ayala  sind zwei von vielen jungen Aktivisten, die sich heute in den vier Ländern der Guaraní-Nation engagieren. Beide haben eine westliche Ausbildung genossen. Sie finden sich einigermassen in beiden Welten zurecht.

Einige  von ihnen werden von NGO s und andere Organisationen nach Europa zu Konferenzen eingeladen.

 

Nicht immer ist das uneigennützig und manchmal ergeben sich Fragen zum Sinn und Zweck und sozio-politischer Inhalten, da solche Events nicht immer den Indigenen Interessen dienen, europäische Eigeninteressen vorwiegen.

In Jorgelina Duarte's Fall, reicht ihr emotionales Spektrum ein halbes Jahr nach einem Europabesuch von Begeisterung vor der Uno Genf sprechen zu können, mit einem ausgewählten Londoner Publikum in Gesellschaft weltweiter indigenen Vertreter Bewusstseinsbildung zu diskutieren, bis hin zu miserabel betreuten Zeiten, gesteuert  von gutmensch-geschäftlichen und lokal politischen-Interessen,

bei denen sie sich in der Schweiz in zahlreichen Kleinveranstaltungen vor einer Handvoll Zuhörer durchschlagen musste.

Jorgelina Duarte

ist Mby'á-Guaraní,

und Delegierte des Guaraní Dachverbandes CCNAGUA, den sie auch in Europa vertrat.

bis 2019 Vice-Cacique (Häuptling) ihrer Gemeinde Tamandua in Misiones, Argentinien, dessen Amt sie aus Zeitgründen aufgegeben hat.

Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Lehrerin in einer zweisprachigen Mby'á-Guaraní Schule.

 

Ihr kürzlich verstorbener Großvater war einer der bekanntesten Schamanen der Mby'á-Guaraní.

Sie vermisst ihn sehr.

Immerhin hat sie dabei mitgeholfen, dass dadurch ein einzelner Gross-Gönner aufsprang, um ein weiteres Stück Wald für eine Wiederansiedlung einiger Mby'á-Guaraní Gemeinschaften zu kaufen, auch wenn das nun in Zeiten von Corona fraglich ist, oder zumindest ziemlich verzögert stattfinden wird.

Anfangs 2020 , kurz vor der Corona Isolierung Argentiniens, sind wir einem retrospekten Klärungsversuch nachgegangen.

Gerónimo Ayala

ist Mby'á-Guaraní,

 

erster indigener Architekt,

Gründer der ersten indigenen Partei in Paraguay,

 

Bei den Wahlen im April 2018 kandidierte er für den Senat, hat die notwendigen 50.000 Stimmen aber knapp verpasst.

 

​Er wurde ausserdem als Vertreter einer neuen indigenen Aktivisten-Generation im paraguayanischen

Forum GRAMO ausgezeichnet:

"Blick in die Zukunft". 

https://www.youtube.com/watch?v=dJ7dVV5IPTU

Gerónimo Ayala hat zwar seine Wahlen in den paraguayanischen Senat verloren, aber gleichzeitig das politische Bewusstsein auf beiden Seiten gewonnen.

Mitwirkende zu weiteren Themen: