Bildschirmfoto 2022-03-25 um 15.57.13.heic

Kampf dem


      Plastikmüll 

Lateinamerika erstickt im Müll. Für die Politiker ist die Abfallentsorgung kein Thema, mit dem man bei Wahlen punkten kann. Das geht so weit, dass z.b. bei der Planung der Hauptstadt Brasilia die Müllkippe schlicht vergessen wurde. Auch viele Bürger gehen achtlos mit ihrem Müll um und realisieren das Problem erst, wenn einmal die Müllabfuhr streikt. Umwelterziehung an Schulen ist Fehlanzeige. Selbst das Recycling funktioniert in den meisten Ländern nur dort, wo sich private Initiativen gebildet haben.

 

Wie zum Beispiel im Fischerdorf Campinhos, wo der Rio Pardo auf der einen und die Meeresströmung auf der andern Seite massenweise Plastik in die Mangroven spült. Dort säubern tatkräftige Frauen die Mangroven und versuchen, die Müllschwemme einzudämmen.

 

Auf Roatan vor der Küste von Honduras leben vor allem Angehörige der schwarzen Minderheit. Die Zentralregierung im fernen Tegucigalpa kümmert sich kaum um die Karibikinsel. Müll und Abwasser entwickelten sich immer mehr zum Problem, je stärker der Tourismus zunahm. Ein paar Umweltschützerinnen nahmen sich des Problems an - und besiegten dabei sogar Coca Cola.