Sandra Weiss, Mexiko

ehemalige Diplomatin und Politologin (Institut d’Etudes Politiques, Paris) voluntierte bei afp. Dort arbeitete sie vier Jahre lang als CvD am Auslandsdesk in Bonn und Berlin und berichtete ausserdem aus Brüssel. Seit 1999 arbeitet sie als freie Korrespondentin in Lateinamerika u.a. für Die Zeit, Tagesspiegel, Badische Zeitung, Le Monde Diplomatique, den Schweizer Rundfunk, die Deutsche Welle u.a.. Politik und Umwelt sind ihre Spezialgebiete.

2010 wurde sie mit einer Reportage über Landraub für Öko-Palmöl in Kolumbien für den Medienpreis für Unabhängigen Journalismus nominiert; 2015 gehörte sie mit Geschichten aus Mexiko, Guatemala und Peru zu den Nominierten des Kurt-Schork-Award for international free-lance reporting.

 

Seit 2014 experimentiert sie mit multimedialen Erzählformaten. Ihre erste Multimedia-Produktion „Haiti, Auferstanden als Ruine“, gemeinschaftlich produziert mit Fotograf Florian Kopp, wurde 2015 für den Grimme-online-Award nominiert.

 

Wissenschaftliche Beiträge zum Thema Gewalt wurden außerdem im Jahrbuch für Öffentliche Sicherheit (2017), im Lateinamerika-Jahrbuch (Nr. 24) und bei der UNESCO veröffentlicht (La ilusión del buen gobierno 2004). Für den Studienkreis für Tourismus und Entwicklung konzipiert sie seit vielen Jahren die entwicklungspolitischen Reisemagazine aus Lateinamerika.

 

2017 veröffentlichte sie das eBook „Venezuela-Chroniken einer gescheiterten Revolution“.

Die Reportagen über die Guaraní waren für sie eine besondere Herausforderung. „Dabei muss man jeglichen Zeitdruck ablegen und sich ganz auf eine andere Welt einlassen, in der die eigenen Werte hinterfragt werden.“

Charlotte Eichhorn, Schweiz

ist unabhängige Filmemacherin und reist seit 40 Jahren um die Welt. Zuerst als Kamerafrau, dann als ihre eigene Producerin schrieb, filmte und editierte sie Geschichten über Umwelt, Kinder und Frauen, wissenschaftliche Beiträge und viele Dokumentarfilme, vor allem aus Entwicklungsländern und Kriegsgebieten. Ihre Beiträge wurden von deutschsprachigen TV Sendern ausgestrahlt, darunter dem Kultursender 3sat und dem Schweizer Fernsehen.

Ohne finanzielle Unterstützung schrieb, filmte und editierte sie um die 20 Dokumentarfilme zu Themen, die ihr persönlich wichtig waren. Immer wieder im Mittelpunkt stehen Menschenrechts- und Umweltfragen, Indigene sowie Frauenthemen. Die Kurzversionen ihrer Filme werden bis heute auf deutschsprachigen Sendern wie ZDF, SRF, ORF und 3sat gezeigt. Mit den Langversionen gewinnt sie immer wieder national und international Preise auf Festivals.

 

Nach einer Krebserkrankung vor zwei Jahrzehnten zog sie sich aus dem hektischen Alltagsgeschäft zurück und begann, in ihrem eigenen Rhythmus Filme zu machen.

Sie unterrichtet auch immer wieder Nachwuchsfilmer aus indigenen Gemeinden und abgelegenen Dörfern Lateinamerikas. Daraus sind einige Filmemacher hervorgegangen, die nun aus ihrer Perspektive heraus Geschichten an die Öffentlichkeit tragen und im Internet Unterstützung für ihre Anliegen einwerben.

Ihre Karriere begann sie als Fotografin und als erste Kamerafrau-Praktikantin in den 70er Jahren beim Schweizer Fernsehen. Anschliessend studierte sie an der AFI-Filmhochschule in Los Angeles und besuchte zahlreiche Workshops, darunter beim polnischen Regisseur Krzystof Kieslowski. Sie war Gastdozentin an verschiedenen Filmhochschulen und hielt regelmässig Vorträge an deutschen Universitäten, die ihre Dokumentarfilme zeigten.

 

Ebenso wie Charlotte Eichhorn hat Sandra Weiss über Jahre hinweg diesen schleichenden Völkermord dokumentiert.

© 2019 Charlotte Eichhorn und Sandra Weiss

Alle Rechte vorbehalten.

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